Drachenzauber – Kapitel 13 (Blog-Roman)

(Lesedauer etwa 11 Minuten)

-Die dunkle Seite von Totenruh-

Adalar war aufgebrochen, um zwei der Dracheneier an einen geheimen Ort zu deponieren. Wir hielten es für sicherer, wenn nur er das Versteck kannte – für den Fall, dass Ethan irgendwelche Gedankenlesertricks anwandte, sobald wir unsere Auren wieder entblockten.

In der schmalen Gasse des Refugiums, in der sich Lädchen an Lädchen drängten, ertönten die rhythmischen Hammerschläge auf dem Amboss mit jedem Schritt klangvoller. Das olivfarbene Drachenei fest umklammernd folgte ich Everly in die urige Schmiede, deren Eingangstor mit filigran verschnörkelten Goldornamenten verziert war. Ein unübersehbares Schild mit der Aufschrift »Zutritt für Drachen verboten!«

Die Hitze der Schmiedehalle drückte sich wie ein unerwünschter Kuss fest auf unsere Wangen. Der Geruch von Schweiß und brennender Kohlen hieß uns Willkommen, während wir einen Blick auf den Elf erhaschten, der konzentriert am Amboss stand und mit dem Hammer schwungvoll ein glühendes Eisen bearbeitete. Um ihn herum schwirrten drei Irrwische, spendeten verworrenes Licht in seiner durch das Schmiedefeuer gelb beleuchteten Arbeitsecke.

»Ich habe euch schon erwartet«, keuchte er, schaute dabei weder auf, noch hörte er auf zu arbeiten. Seine leise Stimme ertönte dabei kaum das Gewerk.

Vor der Tür warteten Draca, Hayley und Dominik. Schließlich wussten wir, dass er kein großer Fan von Drachen war.

Everly und ich blieben zögernd mit respektvollem Abstand zu ihm stehen. Wir wollten weder dem glühenden Eisen, noch den Irrwischen zu nahe kommen. Da keine von uns etwas sagte, blickten seine grün funkelnden Augen endlich zu uns auf. Er steckte das Werkzeug in einen Eimer Wasser, woraufhin es laut zischte. Fabri betrachtete das Drachenei in meinen Händen: »Das ist also der schlimme Finger, den ihr zum Tode verurteilt habt?«

»Jetzt tu nicht so, als wäre es den Drachenwelpen besser gegangen, wenn Ethan sie behalten hätte!«, verteidigte ich unseren Entschluss.

»Soll mir nur recht sein, ein Drache weniger! Ist nur schade um die Drachenperle. Die hätte eine große Stange Geld eingebracht.« Fabri kam zu uns und streckte die behandschuhten Hände nach dem Ei aus. Unsicher wechselte ich einen Blick mit Everly. Die Irrwische flogen bedrohlich dicht an uns heran, einer davon schlug direkt vor meinem Gesicht einen Haken und seine piepsige Stimme fiepste schimpfende Laute in einer wirren Sprache. Fabri schnalzte daraufhin mit der Zunge und sie beruhigten sich einer nach dem anderen, setzten sich auf seine Oberarme nieder.

Behutsam legte ich das Drachenei in seine Hände. Er drehte es grob, ließ es dabei in der Luft kreisen, fing es wieder auf und betastete es von allen Seiten. Dann sah er uns an und meinte: »Jap, dieses Viech sollte definitiv vernichtet werden.«

»Ich musste eine Prophezeiung durchführen, um das festzustellen und du spielst einmal Basketball damit und willst mir sagen, du weißt Bescheid?« Everly verschränkte beleidigt die Arme.

»Durchbruch ins Diesseits, Pech und Schwefel über die Menschheit … der Apfel fällt nicht weit vom Stamm«, der Elf zuckte unbekümmert mit einer Schulter, »sei nicht eifersüchtig – ist mein besonderes Talent.«

Er zwinkerte Everly gewitzt mit einem Auge zu und warf mir gleichzeitig das Drachenei entgegen. Mir entfuhr ein entsetztes »wuuuaaaahhh«, während ich mich nicht sonderlich ansehnlich verbog, um es aufzufangen.

Wenn es jetzt kaputt ging, war alles umsonst!

»Beneidenswert«, musste sie zugeben.

»Also, was springt dabei für mich raus, wenn ich euch helfe?«, erkundigte Fabri sich und blickte mit gezückter Augenbraue über unsere Schulter hinweg zum Eingang, wo Dominik neugierig durch den offenen Türspalt hinein spähte. Als er bemerkte, dass seine Neugier aufgeflogen war, zog er sich zurück.

»Du hattest nie vor mir zu helfen oder? Wusstest du, dass Ethan mich nur ausnutzt?« Angespannt sah ich ihn an.

Fabri war nicht aus der Ruhe zu bringen und entgegnete kühl: »Was Ethan und du am Laufen habt, interessiert mich nicht, klärt das unter euch.«

Everly mischte sich ein: »Er hat mit seinem Sukkubus im Bett gelegen und sie hat Gwens Äußeres angenommen – das war ziemlich schräg.«

Er grinste schief und meinte: »Sagt doch alles.«

»Achja, was denn?«, bohrte ich.

»Dass Ethan ziemlich cringe ist und dich und deine Jungfräulichkeit respektiert. Dafür nutzt er dann halt seine live Wichsvorlage.« Fabri blickte grinsend zwischen uns beiden hin und her.

Ich fand das allerdings weniger witzig und schon gar nicht hilfreich. »Daran ist überhaupt nichts respektvoll!«, stellte ich klar.

»Zurück zum Thema!« Fabri rieb Zeigefinger und Daumen aneinander, um uns zu verstehen zu geben, dass er Geld erwartete.

In dem Moment platzte mein Bruder herein. »Du scheinst nicht zu verstehen, dass du hier nicht derjenige bist, der Forderungen stellen kann! Du stehst genauso am Pranger wie dein werter Vampirfreund!« Funkelnd starrte er den Elf an.

»Raus hier!«, knurrte Fabri offenkundig entsetzt und wich pikiert zurück.

»Du wirst dieses Ritual durchführen und zwar gleich!«, bestimmte Draca.

»Hast du das Schild nicht gelesen? Drachen haben hier keinen Zutritt!« Mit ruhiger Stimme wich Fabri einen Schritt zurück.

»Spitz mal deine Öhrchen, Spock – du und dieser Folterkamerad aus dem Gruselparadies steckt unter einer Decke. Dementsprechend wird euer beider Vergehen auch dem hohen Rat vorgestellt. Eine schöne Schmiede hast du hier. Sicherlich nicht einfach zu halten im teuren Refugium. Wer kümmert sich wohl darum die Miete zu zahlen, wenn du vom hohen Rat außer Gefecht gesetzt wirst? Interesse an Strafmilderung? Dann machst du jetzt besser, was du meiner Schwester sowieso versprochen hattest. Wäre doch schade um diese Gruselkammer.«

Fabri biss fest die Zähne aufeinander und und starrte ihn an. Es sah aus, als dachte er über seine Worte nach, doch es kehrte eine viel zu lang andauernde Stille ein. Ich sah meine Felle davonschwimmen, hatte Angst, er weigerte sich.

Zu meiner Verwunderung nickte er endlich. Die gute alte Erpressung, auf die war Verlass.

Fabri willigte ein, dass auch der Rest von uns hereinkam. Er öffnete ein Portal, welches sich mit einem Durchmesser von zwei Metern mitten durch die sengende Schmiede zog. Das Bildnis eines verlassenen Friedhofs spiegelte sich verschwommen darin. Ich wusste erst nicht genau, ob ich in eine Falle tappte, oder er sich uns wirklich ergeben hatte, und beäugte den Durchgang deshalb skeptisch. Doch Everly hatte intuitiv keine Zweifel und fasste meine Hand. Sie nickte mir ermutigend zu: »Komm!«

Wir traten durch die fluoreszierende Wand, ein Schauer lief mir über den Rücken und die Temperatur fiel um einige Grade. Ein kühler Windzug streifte uns, als wir uns auf einer Lichtung vor einer Reihe durch Gras und Moos verwucherten Grabsteinen wiederfanden. Die Inschriften der altertümlichen Steine waren nicht mehr leserlich, die Natur hatte sich teilweise verschluckt.

Unzählige Gräber waren verwittert und doch sah ich auch zwischen drin neuer Grabstätten, was darauf hindeutete, dass ab und zu doch noch jemand hier beerdigt wurde. Hinter einer Reihe Bäumen, die den Friedhof umringten, entdeckte ich eine verfallene Kapelle, gerade so groß wie ein Schuppen. Über diesem Ort lag etwas Unheimliches. Der Himmel war bewölkt, es sah nach einem aufziehenden Gewitter aus.

Die anderen folgten uns durch das Portal ins Freie, zum Schluss stieg Fabri hindurch und atmete tief durch.

»Wo sind wir hier?«, vergewisserte ich mich.

»Das ist die dunkle Seite von Totenruh, die den Dämonen zugesprochen wurde. Die Menschen kommen nicht hierher. Nimm dich vor Irrwischen und Steinlingen in Acht.« Dominik baute sich beschützend neben mir auf, während er sich achtsam umsah.

Die Steinlinge hatten wir bereits in der Schule kurz angeschnitten, aber noch nicht intensiver über das Thema gesprochen. Sie waren die Bildnisse von Engeln und anderen Gestalten, die in Stein gemeißelt die Grabstätten zierten. Insbesondere die Hinterbliebenen von übernatürlichen Wesen ließen diese Skulpturen anfertigen, um das Grab ihres Verstorbenen vor Grabräubern zu schützen. Es hieß Steinlinge verfügten über die Macht des Seelensprungs, indem sie für kurze Zeit den Körper eines Menschen in Besitz nehmen konnten. Deshalb war es besser, sie nicht zu berühren.

Die feinen Härchen meiner Arme stellten sich auf, während ich den Blick weiter über die Gräber um uns herum schweifen ließ und einige Steinlinge entdeckte. Ihre Körper waren steif, doch ihre Augen öffneten sich und beobachteten uns.

Ohne etwas zu sagen, drängte Fabri sich an uns vorbei und schritt auf das verfallene Gebäude zu. Seine drei Irrwische folgten ihm und zwischen den Bäumen tauchten weitere dieser Wesen auf, schlossen sich surrend dem Gefolge an. Auf den verdorrten Grashalmen hinterließen die Füße des Elfs satt nachwachsenden Rasen, aus dem Gänseblümchen rangen. Während Hayley diese beeindruckt betrachtete, folgte Draca entschlossen seinen Schritten und walzte die meisten Blümchen dabei nieder. Wir marschierten den beiden hinterher.

»Also, wie läuft dieses Ritual ab?«, wollte Draca wissen und holte schnell auf. Er hatte nicht vor, ihn aus den Augen zu lassen.

»Der Zauber muss auf geweihtem Boden stattfinden, deshalb der Friedhof. Es sieht nach Regen aus, das ist schlecht für die Kerzen. In der Kirche hebe ich Utensilien auf, wir können es dort abhalten.« Fabri deutete auf das Gebäude.

Ein Donnergrollen übertönte seine letzten zwei Worte. »Hast du sowas schon mal gemacht?«, erkundigte Everly sich mit strengem Blick.

Fabri blickte grimmig in die Runde und öffnete dann die quietschende Kirchentür mit dem verschmutzten Buntglasfenster.

»Ja.«

»Hat es funktioniert?«, wollte sie wissen und diese Frage brannte auch mir auf den Lippen.

»Zum Teil«, meinte er.

»Und was heißt das genau?«, fragte ich.

Fabri schlenderte zielstrebig den Gang zum Altar zwischen den kaputten Bänken hindurch und zog dann eine Umhängetasche unter dem Altar hervor. »Der Zauber hat funktioniert, der Körper des Verstorbenen hat sich manifestiert. Doch es gab ein Problem mit dem Lichtbringer. Der Wiedererweckte hat zu viel Energie von ihm gezehrt und konnte dann nicht ausreichend Blut von ihm trinken. Er hat ihn einfach leergetrunken. Dabei sind letztendlich beide gestorben.«

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen schaute ich Draca, Hayley, Everly und Dominik an. 

Hayley legte den Arm um mich und lächelte: »Diesmal sind ausreichend Lichtbringer anwesend – notfalls können wir alle einspringen.«

»Jungfrauenblut, meine Liebe«, erinnerte Fabri sie und sah etwas hochmütig von einem Gesicht zum anderen, »das schmälert die Ausbeute erheblich.«

Jap, ich war die einzige Jungfrau unter uns. Draca war schon lange raus, Dominik und Everly hatte ich bereits ohne den orangen Glanz auf ihrer Aura kennengelernt. Hayley hatte ihren Glanz Draca geschenkt, denn seit unserer Auszeit im Diesseits war er verschwunden.

In meinem Hals bildete sich ein Kloß. Was, wenn mir das auch passierte? Wenn Godric nicht aufhören würde zu trinken und uns beide in den Tod riss?

Ich gäbe jetzt meinen rechten Arm für einen Schluck aus Adalars Flachmann. Doch er war noch nicht zurück von seinem geheimen Ausflug.

»Hast du Schiss?«, provozierte der Elf mich mit einem Grinsen, wodurch sich die quer über sein Gesicht laufende Narbe merkwürdig verzog.

Ich beachtete die Provokation nicht und strafte ihn mit Schweigen.

Fabri grinste amüsiert vor sich hin und fegte mit dem Fuß die durch die zerbrochenen Seitenfenster hereingewehten Blätter und das Geäst fort. Darunter kam ein mit Kreide auf die Steine gemaltes Pentagramm zum Vorschein. Es war an einigen Stellen verblasst und nicht mehr richtig zu erkennen. Als er die Stelle gereinigt hatte, nahm er Kreide aus der Tasche, die er dort versteckt hatte und zeichnete das Bildnis nach. Der Donner verstärkte sich draußen, begleitet von durch die dunklen Wolkentürme zuckende Blitze. Der Wind nahm zu und wirbelte einige Blätter wieder zurück auf die Stelle, die der Elf gerade bearbeitete.

»Schließt die Barrikaden«, forderte er uns auf.

Draca und Dominik, die die Fenster ohnehin schon zielsuchend betrachtet hatten, strömten zu beiden Seiten hin aus und ergriffen die zusammengezimmerten Bretter, die daneben an Scharnieren aufgesprungen schräg an der Wand hinunter hingen.

Auf Handzeichen hin nahm Everly seine Tasche und reichte ihm die angebrannten Stumpenkerzen daraus, die Fabri auf dem Boden platzierte. Eine seltsame Aura nahm von der Kapelle Besitz, obwohl wir noch nicht einmal mit dem Ritual begonnen hatten. Ich drückte das Drachenei an mich, streichelte über seine Schuppen und spürte eine zarte Bewegung darin. Mit einem Schlag wurde mir klar, dass sich ein Lebewesen darin befand, das bereit war auszuschlüpfen. Ein kleines Drachenbaby, noch jung und unschuldig und weit davon entfernt etwas Böses zu tun. Ich schluckte den Gedanken herunter und konzentrierte mich auf meinen Zwillingsbruder. Der vom Vater dieses Drachen getötet worden war. Der Mensch, mit dem ich mein ganzes Leben verbracht hatte und ohne den ich seit einigen Wochen so unendlich verloren war. Ich war nichts ohne Godric. Und niemand konnte diese Leere füllen.

Vielleicht hätte Ethan nur einen kleinen Teil davon gekittet, aber diese Wunschvorstellung hatte er endgültig zerschlagen. Wieder trieben meine Gedanken und das Selbstmitleid mir die Tränen in die Augen. Hayley war sofort zur Stelle und wischte mir über die feuchten Wangen, zog mich in eine Umarmung und flüsterte mir ins Ohr: »Alles wird gut, Gwen.«

Der Himmel verdunkelte sich so stark, dass wir im Innern des Gebäudes kaum noch die Hand vor Augen sehen konnten.

»Was zur Hölle ist das?«, murmelte Everly mit einem kritischen Blick nach durch die offene Tür nach draußen.

Fabri hockte mit dem Rücken zum Eingang auf dem Boden und drapierte seine Utensilien innerhalb des Pentagramms. Mit einer Handbewegung entflammte er die Kerzen, was den Raum in spärliches Licht hüllte. Er drehte sich nicht einmal um, als er antwortete: »Das ist Ethan. Wir sollten uns beeilen.«

Wir alle folgten Everlys Blick nach draußen, wo es stockfinster geworden war und das Durcheinanderfiepsen mehrerer Kreaturen aus der Weite näherkam, begleitet vom Flattern kleiner Flügel. Dann sahen wir sie. Abertausende von Fledermäusen flatterten über den Friedhof hinweg, verdunkelten das Gebiet noch weiter, als es die Wolken ohnehin schon taten. Ich zuckte erschrocken zurück, als eine kleine Fledermaus durch die Tür brach und fiepsend durch das Gebäude flatterte. Dracas Hand schnellte in die Höhe, fing das Vieh ein und ließ es an der Türschwelle wieder frei. Mit einem kritischen Blick gen Himmel stellte er fest: »Sie umkreisen im riesigen Schwarm den Friedhof.«

»Wir sollten die Tür verbarrikadieren«, meinte Hayley besorgt.

Doch Fabri schüttelte den Kopf: »Wir sind hier sicher, Vampire können die Kirche nicht betreten.«

»Das stimmt«, pflichtete ich ihm bei.

Grundwissen Vampirtochter. Bei Godric machte ich mir keine Sorgen – sollte der Zauber funktionieren, würde ihm als Schattenkind der Aufenthalt in dem heiligen Gebäude nichts anhaben.

»Ach du scheiße«, murmelte Dominik mit gebanntem Blick nach draußen.

Ich sah es ebenfalls. Wir alle sahen es. Dicht unter den Fledermäusen kam eine ganze Welle von Vampiren auf uns zugeflogen. Wie eine Wand dunkler Gestalten schwebten sie über die Gräber hinweg. Sie ließen sich auf der Lichtung, zwischen den Bäumen, auf den Ästen, auf dem verdörrten Boden vor der Kirche und einfach überall, wo Platz war, nieder. Unzählige Vampire, die Verbannten aus Schattensang, nahezu alle Einwohner der Stadt, wie eine Masse von Körpern kesselten sie uns ein. Ihre hell erleuchteten Augen strahlten wie Scheinwerfer durch den nachtdunklen Tag, wirkten im Schatten des Waldes wie Katzenaugen. Mein Atem ging schneller, eine tosende Unruhe brach über mir zusammen.

»Ich brauche jetzt das Drachenei und dein Blut«, meinte Fabri ruhig, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Ich schluckte meine Angst herunter, setzte langsam in der Dunkelheit einen Fuß vor den anderen in Richtung des Pentagramms. Währenddessen verirrte sich erneut eine Fledermaus in die Kirche, wurde diesmal von Dominik eingefangen und zur Tür herausbefördert.

Everly und Hayley hakten sich bei mir unter, führten mich vorsichtig an die Seite des Pentagramms, wo ich mich auf den Boden setzte. Fabri rieselte eine weiße Substanz, die wie Salz aussah, auf das Pentagramm nieder, zeichnete es damit nach und flüsterte eigenartig klingende Verse in einem Singsang vor sich hin, der mir von Everly bekannt vorkam.

»Leg das Drachenei in die Mitte«, forderte er mich auf, bevor er wieder in seine fremde Sprache verfiel.

Ein starker Windstoß wirbelte Blätter und Dreck durch das Kirchenschiff und blies alle Kerzen aus, als ich das Drachenei dort ablegte und Fabri die weiße Substanz über meine Hände und das Ei rieseln ließ. Ich blinzelte den Staub aus den Augen und mein Blick glitt automatisch nach draußen.

Vor der Eingangspforte erschienen polierte Lederschuhe am oberen Türrahmen. Draca und Dominik wichen einen Schritt zurück ins Innere. Ich erkannte den eleganten Stoff seiner Hose, der sich fließend um seine Beine legte, erblickte das teure Satin seines schwarzen Designerhemdes, sah den halb vollen Anhänger mit meinem Blut um seinen Hals. Seine hellblauen Augen glimmerten in der Dunkelheit, genauso gespenstisch wie die der anderen Vampire.

Ethan landete vor der Kirche und starrte mich geradewegs an.

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