NEUE SERIE ✦ K-POP ROMANCE

FALLING FOR THEM

Zwei Idols & mein Herz

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Leseprobe Teil 3 von 3 aus Falling For Them – Zwei Idols und mein Herz

Emilia

Der Raum vibriert. Überall summt Erwartung, flimmert Spannung, als würde jede Sekunde das Dach wegfliegen.
Die Fans um mich herum sitzen nicht einfach – sie leben. Ihre Körper nach vorne geneigt, ihre Hände auf Bannern oder leuchtenden Lightsticks, Lippen zu Fanchants geformt, bevor auch nur ein Ton erklungen ist.

Plötzlich wird es dunkel. Die Leinwand erwacht.
Ein Clip flackert über die LEDs – geschnitten, rhythmisch, voller Energie.
Einer zählt laut an: »Hana, dul, set!«
Dann rufen sie im Chor, kraftvoll und klar:
»Eine Gruppe, acht Stimmen, eine Identität – wir sind Endeve!«

Die Fans schreien.
Ich starre auf die Formation, auf ihre Gesichter, eingefroren in Bewegung.
Jemand trägt eine silberne Schulterklappe – das erkenne ich erst im letzten Frame.
Joon.
Das ist er. Natürlich ist er das.

Und dann geht es los.
Das Licht fällt. Der Bass dröhnt.
Endeve! Erscheint im Lichtblitz, in perfekter Formation, und der Saal explodiert vor Jubel.
Rufe. Schreie. Ihre Namen wie eine Welle, die von hinten über mich rollt.

Die ersten Takte von Hold Me Anyway dröhnen aus den Lautsprechern. Tanzbar, kraftvoll, mit einem fast trotzig hoffnungsvollen Unterton.
Ein Song über Nähe, die man sich nicht verdient glaubt. Über das Festhalten, selbst dann, wenn alles dagegen spricht.

Ich schlucke. Der Titel, der Refrain… sie treffen mehr, als sie sollten.
Und irgendwo in mir hoffe ich, dass er genau mich gemeint hat, als er ihn gesungen hat.
Ich zucke zusammen – aber nicht vor Angst. Vor Staunen.
Sie tanzen. Synchron, kraftvoll.

Joosam, groß, hellbraunes Haar, trägt die Ausstrahlung eines Bodyguards – bis er sich bewegt. Dann wird aus Masse plötzlich Anmut. Jeder Schritt fließt, als hätte er vergessen, wie viel Raum er einnimmt.
Samin, dessen Schultern unter dem schwarzen Outfit geradezu unverschämt breit wirken – kein Wunder, dass die Fans bei jeder Armbewegung aufkreischen.
Sungui mit dunkelblau gefärbtem Haar, energiegeladenen Grinsen, das fast so breit ist wie sein Flow – und dann kommt sein Rap-Part, schnell, laut, wild, dass selbst die Luft stockt.
Jeongwon, mit dem verschmitzten Blick eines Playboys – als würde er genau wissen, dass ihm gerade halb Seoul zu Füßen liegt. Seine Bewegungen sind kontrolliert und geschmeidig, fast beiläufig, als sei das alles ein Spiel für ihn. Und doch sitzt jeder Schritt. Jeder Akzent. Er genießt die Bühne – aber nicht arrogant, sondern charmant. Als wolle er dir heimlich zuzwinkern, während er dir gleichzeitig das Herz aus der Brust tanzt.
Hyeoncheol, die Stimme. So kraftvoll, dass sie die Lautsprecher sprengt – und trotzdem sauber bis zur letzten Note.
Und dann ist da noch Joon. Der Anführer, der Wirbelwind, der mir vorhin noch halbnass und halb frech zugezwinkert hat – jetzt steht er da wie gemalt. Anzug mit silbernen Details, Lider geschminkt, Haare zurückgestrichen.
Charisma in Reinform.

Mein Blick streift auch über Yusan – versuche, nicht zu lange hinzusehen.
Sein Gesicht ist ernst, beinahe neutral. Nicht wie bei den anderen, die das Publikum tragen. Bei ihm wirkt es fast… distanziert.
Und obwohl ich ihn kaum kenne, spüre ich: Er weiß genau, was er tut.
Und dennoch – mein Blick gehört ihm.

Seonghak betritt die Mitte der Formation, wie ein Magnet.
Hellblonde Haare, Bühnenoutfit wie gegossen, schwarzer Stoff, der im Licht schimmert.
Aber mein Blick bleibt an etwas anderem hängen.
Dem Lego-Schlüsselanhänger.
An seinem Gürtel.
Als hätte er mich damit gerufen.

Mein Herz krampft sich zusammen.
Wie oft habe ich ihn mir genau so vorgestellt – auf der Bühne, in seinem Element.
Aber ich war nie vorbereitet auf das hier.
Er tanzt präzise. Singt live. Jede Bewegung sitzt.

Ich sehe ihm an, wie sehr er diesen Moment lebt – und trotzdem sehe ich auch, dass er mich sucht.
Immer wieder ein winziger Blick in meine Richtung.
Oder bilde ich mir das ein?

Neben mir rufen die Fans rhythmisch seinen Namen.
»Hak-ku! Hak-ku! Hak-ku!«
Ihre Stimmen verschmelzen mit dem Bass.

Ich sehe zu ihm – und spüre den Stolz in mir aufsteigen.
So viel Wut, so viele Fragen – aber jetzt gerade überlagert dieses Gefühl alles andere: Er ist so gut in dem, was er tut. Und ich darf das sehen.

Dann kommt das Ende.
Die Musik flaut ab, die letzten Takte verklingen.
Die Formation friert ein.
Die Ending Fairy.
Und es ist Seonghak.

Der Spot ist nur auf ihn gerichtet.
Die Kamera zoomt heran – sein Gesicht füllt die riesigen LED-Leinwände über der Bühne. Schweiß auf der Stirn, Wangen gerötet, Lippen leicht geöffnet, Brust hebt und senkt sich unter dem Stoff.
Und dann – sein Blick.
Er findet mich.
Inmitten all der Lichter, der Gesichter.
Mich.

Es ist kein Lächeln. Kein Strahlen.
Nur ein Blick, der sagt: Ich seh nur dich, Emilia.

Im Hintergrund läuft noch die letzte Echo-Zeile von Hold Me Anyway, weich, fast verloren im Saal.
Und für einen Moment klingt es, als würde er es zu mir sagen.
Nicht laut. Nicht auf der Bühne.
Sondern still. Nur für mich.

Links neben mir höre ich ein kurzes, empörtes Einatmen. Zwei Fans schauen sich an, dann flüchtig zu mir.
Ich bewege mich nicht. Schaue nicht zurück.
Aber ich spüre es: Auch Yusan hat es gesehen.
Er steht hinten in der Formation, aber sein Blick ist kurz zu mir gewandert.
Ich sehe das Zucken in seinem Kiefer. Die gespannte Ruhe in seiner Miene.
Ich weiß nicht, was er denkt.
Aber ich weiß, dass er es weiß.
Und ich weiß, dass ich hier sitze, weil ich sehen wollte, ob er mich noch meint, wenn er singt. Und dieser Blick war Antwort genug.

*** 


Falling For Them Zwei Idols und ein Herz Cover

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