Sind Vampire real?

Wie real sind Vampire wirklich?

Wer möchte noch wissen, ob es Vampire wirklich gibt?

Es wird einiges über Vampire geschrieben. Wenn Du Dich für die mysteriösen Blutsauger interessierst, hast Du Dich schon das ein oder andere Mal gefragt, ob es sie denn wirklich gibt. Vampire unter uns? Völlig unmöglich. Irgendwann macht jeder einmal einen Fehler – selbst der älteste Vampir. Oder aber werden die Spuren so verwischt, dass ihre Untaten niemals ans Licht kommen? Als normale Verbrechen dargestellt – weil in unserer heutigen Zeit niemand mehr an Vampire glaubt?

Blicken wir einmal zurück auf die Anfänge des Vampirglaubens.

Vampirehysterie

In Europa herrschte im 18. Jahrhundert eine regelrechte Vampirhysterie. Jetzt wirst Du vielleicht denken… ja klar, kenne ich, bei Twilight waren die Mädels auch voll hysterisch. Aber das ist hier ein bisschen anders gemeint. Die Menschen damals hatten wirklich Angst von Vampiren heimgesucht zu werden. Soviel Angst sogar, dass sie heimlich auf dem Friedhof Leichen ausgebuddelt und diese geköpft und gepfählt haben. Gruselig oder?

Warum haben die Menschen Leichen gepfählt?

Stell Dir vor, Du gehst nachts auf den Friedhof, nur begleitet von einer schimmernden Laterne, umgeben von mehr oder weniger bekannten Geräuschen. Deine Verwandten haben Dir eingeredet Deine verstorbene Tante Augusta ist dem Vampirismus verfallen und muss gepfählt werden. Du hast Dich vorbereitet, indem Du am Abend noch zwei Scheiben Knoblauchbrot gegessen hast, hast Dir Dein größtes Kruzifix um den Hals gehangen und stehst nun vor dem Grab Deiner Tante. Diese ist Dir übrigens seit dem Gerede Deiner Verwandtschaft mehrmals im Traum erschienen und diese Träume wurden von Mal zu Mal gruseliger. Zuletzt hat Tante Augusta versucht Dich mit ihren neuen Fangzähnen zu beißen und Du konntest ihr gerade eben noch so entkommen. Als Du wachwurdest, wusstest Du nicht genau, ob es ein Traum war oder Realität.

Aber zurück zum Friedhof. Du stehst also vor dem Grab der Frau, die sich nachts heimlich in Dein Schlafzimmer schleicht, um Dich zu malträtieren. Offenbar ist ihr Grabstein ein wenig nach rechts geneigt und zu allem Übel sticht Dir sofort das Mauseloch ins Auge. Alle Anzeichen, dass Tante Augusta heimlich ihr Grab verlässt, sind gegeben. Warum auch immer Deine Verwandten glauben sie könne sich so klein wie eine Maus machen, wenn sie hinauskrabbelt. Sie glauben es jedenfalls und haben alle Beweise die sie benötigen. Du beginnst also mit dem Spaten zu graben. Im Dunkeln. Auf dem Friedhof. Irgendwo in der Nähe hörst Du einen Uhu, als würde er Tante Augusta warnen. Oder vielleicht den langen Arm des Gesetzes herbeirufen. Denn damals wie heute war das Schänden von Leichen eine Straftat und wenn Du erwischt wirst, wirst Du streng bestraft.

Egal, dem Terror der Tante muss ein Ende gesetzt werden und Deine plötzlich schwer erkrankte Mutter und Dein auf dem Totenbett liegender Cousin werden ganz bestimmt eine Wunderheilung erleben, sobald Du erst Tante Augusta den Kopf abgeschlagen hast. Das glauben alle, also bleibt Dir ja nichts anderes übrig als es auch zu glauben. Tante Augusta hat es ja nun auf Dich abgesehen, offenbar wirst Du die nächste sein, die es erwischt – es heißt also handeln oder sterben!

Nach einer gefühlten Ewigkeit und fünf gefühlten machdichkrass-Workouts später hast Du endlich den Sarg Deiner Tante frei geschippt. Wie die Leiche wohl aussieht, wenn Du den Sarg öffnest? Vielleicht wartet Tante Augusta bereits kichernd in ihrem Sarg, um Dein erstauntes Gesicht zu sehen, wenn sie plötzlich ihre Augen aufschlägt und Dich anfällt. Jetzt brauchst Du starke Nerven. Du öffnest also den Deckel und Dir schlägt der furchtbare Gestank von Verwesung entgegen. Tante Augusta liegt wie eine Schlafende in ihrem Sarg. Sie sieht gar nicht so eingefallen aus, wie Du erwartet hast. Im Gegenteil, sie wirkt etwas aufgedunsen. Ihre Fingernägel scheinen sogar länger geworden zu sein. Irgendetwas stimmt mit ihr nicht, das ist Dir klar und noch immer wartest Du gespannt darauf, dass sie plötzlich die Augen aufschlägt, weil dieser verdammte Uhu wie eine Sirene durch die Nacht ruft.

Die bleibt nichts anderes übrig, als Tante Augusta zu köpfen. Da das keine so schöne Angelegenheit ist, beschreibe ich den Vorgang nicht näher. Die gute Nachricht ist – Tante Augusta ist während der Prozedur nicht aufgewacht. Die schlechte Nachricht ist, Du musst Ihr noch einen Pflock durchs Herz stoßen und ihren Kopf zwischen die Beine legen. Schon mal einen Kopf in den Händen gehalten? Früher haben die Menschen die Leichen verbrannt, doch das war zu auffällig und führte zu Festnahmen. Deshalb haben sie sich diese Rituale ausgedacht.

Da Du für gewöhnlich keinen Leichen die Gliedmaßen abtrennst, hast Du Dich auch noch in ihrem Sarg übergeben. Mit flauem Magen und etwas weniger Angst im Nacken, schließt Du den Sarg wieder und beginnst Deine zweite Workout-Einheit – Du gräbst Tante Augusta wieder ein.

Hoffen wir, dass es Deiner Mutter und Deinem Cousin danach besser geht und Deine Alpträume aufhören. Ansonsten hast Du Dich vielleicht selbst mit dem Vampirismus angesteckt, während Du gegen Tante Augusta angekämpft hast….

Wissenschaftliche Erklärungen

Im Laufe der Zeit begannen Wissenschaftler die menschlichen Körper besser zu studieren. Sie fanden heraus, dass die Haut austrocknet und schrumpft, wodurch die Haare und Nägel der Toten wirken, als seien sie frisch gewachsen. Die Leichen dunsen durch bakterielle Fäulnis auf und sehen dadurch gesünder aus, als die Personen es vielleicht vor ihrem Ableben taten, vor allen Dingen wenn sie krank und abgemergelt waren. Durch den Fäulnisprozess im Körper entstehen Gasblasenbewegungen im Speiseröhren-Magen-Darmtrakt, was für die Menschen früher wie ein Schmatzen der Toten in ihren Gräbern klang. Diese Fakten kannten die Menschen damals nicht und wunderten sich über wohlgenährte Tote, wenn sie die Gräber öffneten. Der Aberglaube an Vampire wuchs somit schnell.

Gibt es Vampire? Glaube und Realität

Nachdem die Menschen heute aufgeklärter sind, was die natürlichen Prozesse nach dem Tod angeht, schwinden die Zeichen auf Vampire dementsprechend. Hier bei uns in Deutschland glaubt niemand mehr daran, dass es Vampire wirklich gibt. Im Allgemeinen wird angenommen, dass sie ein Gespinst der damaligen Unwissenheit waren. Im Klartext heißt das die Menschen früher haben tatsächlich daran geglaubt, dass es Vampire gibt. So sehr, dass sie wie oben beschrieben die Gräber der Toten öffneten, um sicherzugehen, dass sie nicht heimgesucht werden.

Ich glaube wenn man sich nahezu obsessiv mit einem bestimmten Thema beschäftigt, ist es zudem naheliegend auch davon zu träumen. Angst kann einen bis in die Träume hinein begleiten. Vor allen Dingen die Angst vor dem schrecklichen Ungewissen. Heutzutage fürchten wir uns vor anderen Dingen – wie vor unangenehmen Prüfungen oder der nächsten Handyrechnung.

Aberglaube und Vampire

Es gibt allerdings tatsächlich noch Völker, die bis heute an die Existenz von Vampiren glauben. Hierbei ist auffallend, dass es besonders Menschen, bei denen der Aberglaube tief verwurzelt ist, betrifft. Besonders bei bestimmten Völkergruppen in Osteuropa, Südamerika, Asien und Afrika sind die Geschichten rund um die Gruselgestalten Vampire noch sehr lebendig. Falls Du vorhast, demnächst in eines dieser Länder zu reisen, bewaffne Dich doch einfach mit etwas Knoblauch. 😉

Glaubst Du, dass noch heute Vampire unter uns weilen? Waren die Menschen damals auf der richtigen Spur? Oder alles Hirngespinste des Aberglaubens? Schreibe es in die Kommentare!

Vampirische Grüße
Diantha Stern

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