Auroras Geheimnis (Leseprobe)

Kapitel 1 – Heimkehr

Schlammfarbene Wolken türmen sich am Himmel, die sich auf dem Lack des schwar­zen BMW, der am Straßenrand anhält, spie­geln. Die Scheibe auf der Beifahrerseite wird elektrisch heruntergelassen. Einzelne Regentropfen bahnen sich ihren Weg zur Erde herab, legen sich auf das Dach des Wagens und rinnen wie in Zeitlupe an der Frontscheibe herunter. Lange Wimpern erscheinen durch den Fensterschlitz, graue Augen treffen den jungen Mann, der sich im Schatten des Hintereingangs der Gasse verbirgt. Er zündet sich eine Zigarette an und verharrt im Zwielicht.

Bist du an sie herangekommen?‹, erkundigt die Frau aus dem Auto sich telepathisch.

Er deutet ein Nicken an und zieht am Glimm-stängel, bis die Glut im Dunkeln aufschimmert.

Gut. Ich wusste, ich kann mich auf dich verlassen. Es bleibt nicht viel Zeit.‹ Ihre seidigen Wimpern fallen auf und ab, während sie ihm ihre Gedanken sendet.

»Sie frisst mir aus der Hand«, antwortet er und stößt unbekümmert kleine, kreisförmige Rauch-wolken aus.

Wiege dich nicht in falscher Sicherheit. Ich erwarte zu jedem Zeitpunkt absolute Perfektion, vor allen Dingen jetzt, wo es in die brenzlige Phase gehen wird!

Er nickt schweigend und tippt mit dem Finger auf die Zigarette, bis ein Häufchen Asche herunter ries-elt.

Ruf mich an, sobald Komplikationen auftreten‹, beordert sie ihn mental.

»Wie geht es meinem Bruder?«, fragt er stattdessen.

Ihre Augen verengen sich, was darauf schließen lässt, dass sie hinter der Scheibe lächelt. ›Alles in Ordnung, er macht sich hervorragend.

»Ich will ihn sehen«, fordert er.

Sie spricht nicht, aber der Tonfall ihrer Stimme, die er in seinem Kopf hört, ist arrogant: ›Wir wollen alle irgendetwas.

Er holt Luft, um zu protestieren, doch sie bringt ihn mit Kraft ihres Willens zum Schweigen. Aufgebracht stiert er sie an. Die Vampirin schiebt etwas durch den Schlitz der heruntergelassenen Fensterscheibe und ihr Gefolgsmann betrachtet den Gegenstand.

Täglich drei Tropfen ins Essen mischen. Sei umsichtig damit, nicht, dass du dich selbst schwächst.

Mit aufgehaltener Hand bewegt er sich vorsichtig auf den Wagen zu. Die Phiole, gefüllt mit einer schwarz schimmernden Flüssigkeit, fällt herab. Er umschließt sie mit den Fingern. Das Fenster gleitet nach oben und verbirgt ihre Augen hinter der spiegelnden Scheibe. Seine dunkle Silhouette erscheint in dem Glas.

»Lass mich meinen Bruder sehen!«, wiederholt er hastig.

Seine Forderung bleibt unbeantwortet, da der BMW sich in Bewegung setzt und im Schritttempo davonrollt. Hoffnungsvoll blickt er dem Auto hinterher, bis es auf die Hauptstraße abbiegt und im Strom der anderen Fahrzeuge verschwindet.

***

Nervös lenke ich den Jeep durch das geöffnete Tor und betrachte das vertraute Anwesen. Vor mir er­streckt sich das weitläufige Gelände mit der gepfleg­ten Gartenanlage, den surrealen Heckenskulpturen und bunten Blumen. In der Ferne erkenne ich die Lichtbringer, die sich freudig vor der pompösen Ein­gangstreppe aufreihen, um uns zu begrüßen. Mit ei­nem flüchtigen Blick in den Rückspiegel überprüfe ich, ob die Wagenkolonne mir folgt.

»Jetzt wird’s ernst«, spreche ich mir Mut zu, auch wenn es nicht hilft.

Ich parke nahe dem Hauseingang und winke Bernard und seiner Frau Jasmin, die wie Katzen auf ihre Beute lauern. Die restlichen Wagen kommen hinter mir zum Stehen. Nahezu zeitgleich öffnen sich die Türen und wir steigen aus. Aus dem nachfolgenden Auto erscheint Laurion, der seine schwangere Gefährtin ritterlich aus dem Sitz zieht.

Obwohl Marie noch nicht lange in anderen Umständen ist, nimmt ihr Bauch einen beträchtlichen Umfang ein. Schon bald wird der Nachwuchs erwartet. Die Vorstellung in Kürze Onkel zu sein, ist aufregend. Die Spannung über die Begegnung mit der Familie, die mich großgezogen hat, stellt jedoch selbst dieses Ereignis in den Schatten.

Marie nickt mir mit einem beruhigenden Lächeln zu, bevor sie sich von Laurion zum Eingang führen lässt. Aus dem dritten Pkw folgen unsere besten Kämpfer Keven und Ruben. Angus, Robin und Emma, die einzigen Vampire unter uns, die keine geborenen Lichtbringer sind, verweilen im Schutz der abgedunkelten Scheiben des letzten Fahrzeugs. Die Sonne steht am Himmel, deshalb ist es ihnen nicht möglich ins Freie zu treten.

Das Empfangskomitee besteht aus dem Oberhaupt der Lichtbringerfamilie, Bernarnd Dueprix mit seiner Frau Jasmin und dem Rest ihres beschaulichen Anhangs. Sie sind die ältesten Lichtbringer, die ich kenne und wie Vater und Mutter für mich. Nach dem Mord meiner leiblichen Eltern, waren sie es, die mich aufgenommen haben und wie ihr eigenes Kind liebten. Ich war achtzehn, als ich sie verließ, um den Tod meiner Eltern zu rächen, und meine blutsverwandte Schwester zu finden. Seitdem bin ich nicht hierher zurückgekehrt. Ab und zu habe ich mit ihnen telefoniert. Kaum zu glauben, dass der Auszug zehn Jahre zurückliegt. Diese Menschen bedeuten mir außerordentlich viel, sie sind fast wie mein eigen Fleisch und Blut.

Ich spüre den Kloß im Hals, als ich auf sie zukomme und feststelle, dass meine Ersatzmutter noch genauso strahlend schön ist, wie in meiner Erinnerung. Ihr rotbraunes Haar ist am Hinterkopf zu einem hohen Pferdeschwanz zusammengebunden und lässt sie jugendlicher wirken, als sie ist. Bei ihr steht ein kleines Abbild ihrer selbst, vermutlich Tochter Sheila, die ich nur vom Hörensagen kenne. Sie nennt die gleiche Haarfarbe und Frisur, wie ihre Mutter, ihr eigen und ich erkenne ein ebenso entzückendes Gesicht. Sie erinnert mich an Aurora, als ich sie das letzte Mal gesehen habe.

Interessiert gleitet mein Blick über die Anwesenden. Neben dem Nesthäkchen stehen die mittleren Söhne, zehn, fünfzehn und neunzehn Jahre. Obwohl Askan mit achtundzwanzig der Erstgeborene ist, überragt sein Bruder Ilay ihn um einen halben Kopf. Die ältere Tochter bleibt auch nach näherem Hinsehen verschwunden.

Bernard stolziert mit ausgebreiteten Armen auf mich zu: »Endlich seid ihr da!«

Marie und Laurion beobachten lächelnd unsere Umarmung. Jasmin kommt ebenfalls die Stufen zu uns herunter und tippt mir von hinten auf die Schul­ter. Ich löse mich von Bernard und drehe mich zu ihr um. Die Tränen in ihren braunen Augen rühren mich, ohne dass ich sie berühren muss, um eine emotionale Verbindung herzustellen. Ergriffen hebe ich meine Hand an ihre Wange, um darüber zu wischen, dann ziehe ich sie in meinen Arm. Die tiefe Liebe zwischen uns ist so unberührt, als wäre ich niemals fort gewe­sen.

Ich bin mir sicher, Marie kann die Zuneigung, die wir füreinander empfinden, spüren, ohne unsere Au­ren zu betrachten. Sie schlingen sich nun in den schönsten Freudenfarben ineinander, während wir uns drücken.

»Ich bin froh, dich hier zu haben, mein Junge!«, seufzt Jasmin mir ins Ohr und ich streiche ihr über den Kopf, wobei ich liebevoll ihr Haar küsse.

»Das gilt für uns alle«, fügt Bernard hinzu und umarmt uns beide.

»Ist sie das?«, fragt meine Mutter, nachdem sie über meine Schulter hinweg einen Blick auf Marie er­hascht hat.

Obwohl wir zeitgleich ausgestiegen sind, hat Jasmin nur Augen für mich gehabt. Ich bejahe und ergreife ihre Hand, um ihr meine Schwester vorzustellen. Die lacht auf, als ich abrupt mit Jasmin vor ihr stehen bleibe. Förmlich mache ich sie miteinander bekannt.

Die beiden Frauen lächeln sich gegenseitig verhal­ten an. In Mutters Aura ist nur reinste Freude und Liebe zu erkennen. Ich höre das Herz meiner Schwes­ter aufgeregt klopfen.

»Es ist schön, dich endlich kennenzulernen«, sagt meine Ziehmutter.

Marie schluckt. Laurion schiebt sie von hinten sanft in Jasmins Richtung. Sie befreit sich aus ihrer Starre und geht einen Schritt auf sie zu.

»Ich freue mich auch«, lächelt sie und lässt es ge­schehen, als meine Mutter sie liebevoll in ihre Arme schließt.

Sie flüstert ihr etwas ins Ohr, aber ich bin abge­lenkt von der Kleinsten, die ungeduldig auf das letzte Fahrzeug deutet: »Ich will die Vampire sehen, warum steigen sie nicht aus?!«

Laurion und ich wechseln schmunzelnd einen Blick miteinander. Ihr Bruder Ilay stößt sie barsch an und ermahnt sie zur Ruhe.

»Sie verbrennen, sobald sie mit der Sonne in Be­rührung kommen«, erkläre ich ihr.

Das Mädchen sieht mich fasziniert mit ihren Kul­leraugen an.

Ihr Bruder drängt sie voran: »Los, öffnen wir die Garage, damit sie dort aussteigen können.«

Kichernd läuft Sheila voraus und versucht, durch die verdunkelten Scheiben in das Auto zu spähen. Ilay heißt uns mit einem Nicken Willkommen und folgt ihr.

Während meine Eltern sich mit Marie und Laurion unterhalten, wuschle ich den mittleren Jungs Tristan und  Henry übers Haar, ehe ich mich an den Ältesten wende. Askan und ich sind gleichalt. Wir waren einst wie Zwillinge. Jede Sekunde haben wir zusammen verbracht. Als ich ihn das letzte Mal gesehen habe, waren seine schwarzen Haare ganz kurz rasiert. Mittlerweile trägt er es schulterlang, fein säuberlich nach hinten gekämmt und im Nacken zu einem Zopf zusammengebunden. Sein gepflegter Vollbart ist bemerkenswert dicht. Ich erkenne ihn fast nicht wieder. Sein gewitztes Lächeln verrät ihn jedoch. Bevor ich ihn begrüßen kann, zieht er mich an sich und ich spüre die ungebrochene Herzlichkeit.

»Ich freue mich, dich zu sehen, Bruder«, sagt er und klopft mir auf die Schulter.

Wir schauen uns in die Augen und alles ist, als wäre ich nie fortgegangen. Mit einem kurzen Blick hinter ihm, fällt mir die junge Frau auf, die uns auf­merksam beobachtet. Sie ist zwei Köpfe kleiner als Askan. Der Farbton ihrer dunkelbraunen Haare ist nur einen Tick heller, als seiner. Auf ihrer karamell­farbenen Haut liegt ein goldener Schimmer und ihre sinnlichen Lippen lächeln gewitzt, da sie bemerkt, dass ich sie mustere. Askan löst unsere Umarmung und strahlt, als er auf die Schönheit hinter sich deu­tet: »Das ist Risha, meine Frau.«

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich meinen Bruder um diese Verbindung beneide. Höflich reiche ich ihr die Hand und nicke respektvoll, auch wenn meine aberwitzigen Gedanken, sowie mein Gesichts­ausdruck mich verraten. Trotzdem werde ich von ihr genauso herzlich aufgenommen.

Nachdem die restlichen Vampire durch die geräu­mige Garage unbeschadet das Gebäude betreten ha­ben, werden wir in die Gästezimmer geführt. Risha scheint einen Narren an meiner Schwester gefressen zu haben. Mit ihrer gesprächigen und extrovertierten Art, plappert sie sich durch die Villa, während Askan und ich hinter ihnen den Gang entlang schlendern. Ich erkenne das Haus wieder, obwohl es inzwischen umgebaut wurde. Dennoch verspricht mein Bruder mir mein altes Zimmer. Ich bin gespannt, wie es mitt­lerweile aussieht. Ich höre ein Kichern hinter mir und drehe mich um. Emma und Sheila haben sich ange­freundet und machen sich auf den Weg in das Unter­geschoss, in dem sich, geschützt vor dem Tageslicht, die Räumlichkeiten für die Vampirgäste befinden.

»Sie ist nicht da«, sagt Askan.

Ich drehe mich ihm zu und sehe, dass seine auf­merksamen Augen mich provozierend anblitzen.

»Wer?«, erkundige ich mich und versuche, ihn einzuholen, da ich an Geschwindigkeit verloren habe.

»Aurora«, antwortet er mit unergründlicher Miene.

Unwillkürlich denke ich daran, wie ich sie damals zum Abschied umarmte. Sie war noch ein Kind und konnte nicht verstehen, weshalb ich fortging. 

»Sie wird ihre Gründe haben«, gebe ich zurück und betrete mein Zimmer.

Es hat sich nicht verändert. Altbackene Tapeten zieren den großen Raum, in der Mitte steht das alter­tümliche Doppelbett mit den hohen, handbeschnitz­ten Bettpfosten. Der passende Kleiderschrank und die Kommode könnten aus einem Antiquitätenladen stammen, wenn ich nicht wüsste, dass die Möbel sich seit einer Ewigkeit in Familienbesitz befinden.

»Wir sehen uns beim Essen«, verabschiedet sich mein Bruder knapp, wie ich es von ihm gewohnt bin.

Ich nicke ihm zu, dann ist er auch schon ver­schwunden und lässt mich mit meinen Erinnerungen allein.

***

Nachdem ich meine Sachen ausgepackt habe, finde ich mich gemeinsam mit den anderen Licht­bringern zu einer Besprechung in Bernards Arbeits­zimmer ein. So schön der Anlass auch wäre, wir sind nicht für ein Familientreffen angereist. Mein Ziehva­ter hat beunruhigende Beobachtungen gemacht, die uns veranlasst haben, kurzfristig nach Duisburg zu reisen.

Der Verdacht, dass Übernatürliches am Werke ist, verdichtet sich, als er stillschweigend eine Reihe von Kinderfotos an eine Tafel pinnt. Er befestigt das letzte Foto an dem Whiteboard und tritt seufzend einen Schritt zurück. Mit ungutem Gefühl schauen wir auf die Porträts verschwundener Kinder. Siebzehn Jun­gen und drei Mädchen lächeln uns von den Fotogra­fien unschuldig entgegen, keines der abgebildeten Kids ist älter als Sheila. Ich werfe einen Blick zu un­serem Anführer Laurion, der mit besorgter Miene die Gesichter verinnerlicht. Keven, Ruben, Angus und Robin sind genauso fassungslos, wie wir.

»Das sind zwanzig Kinder, Bernard«, stellt Laurion fest.

»Das letzte Kind verschwand vor vier Tagen. Es war nicht leicht, an die Fotos zu kommen. Ich habe einen Bekannten, dessen Freundin an dem Fall arbei­tet.« Bernard verschränkt die Arme und runzelt die Stirn.

So lange ich denken kann, macht er das, wenn er sich sorgt.

»Kommt ein Serienmörder in Frage?«, erkundigt Laurion sich vorsichtig.

Mein Ziehvater schüttelt den Kopf und kratzt sich den kurzen Vollbart: »Dann würden Leichen auftau­chen, aber diese Jungen und Mädchen sind wie vom Erdboden verschluckt.«

»Wann hat das angefangen?«, will ich wissen.

»Der erste Bursche wurde vor zwei Monaten ver­misst gemeldet. Seitdem ging es Schlag auf Schlag. Die Polizei ist ununterbrochen auf der Suche, sie durchkämmen Wälder und Seen, drehen jeden Stein um. Es gibt keine Spur. Die Medien berichten dauer­haft.«

»Sind Lichtbringer darunter?«, fragt Angus.

»Nein, trotzdem schließe ich Übernatürliches nicht aus – im Gegenteil«, antwortet Bernard und sieht uns alle aufmerksam an.

»Vampire?« Keven verschränkt ungläubig die Arme.

»Vampire vertragen das Blut von kindlichen Wir­ten nicht – somit fallen Kinder sowohl für die Ver­wandlung, sowie als Ghul weg«, belehrt Robin uns.

»Du hast Recht. Dennoch sollten wir schleunigst herausfinden, wer dahinter steckt und vor allen Din­gen warum. Die Leute haben schon Angst, ihre Kin­der in die Schule zu schicken. Uns geht es nicht an­ders. Askan begleitet unsere Kleinen jeden Tag bis zum Klassenzimmer und holt sie dort nach dem Un­terricht ab.« Bernard setzt sich an seinen Schreib­tisch und beginnt, in seinen Unterlagen zu wühlen.

Er findet kurz darauf das Dokument, nach dem er gesucht hat und händigt es unserem Anführer aus.

»Das sind die Namen und Adressen der Eltern«, erklärt er.

Der nickt und lässt das Papier unter uns herum ge­hen.

»Wir teilen uns auf und sprechen mit der Familie. Vielleicht erfahren wir ein bisschen mehr, als die Po­lizei, wenn wir sie manipulieren.« Laurion ist ent­schlossen zu helfen und uns anderen geht es ebenso.

»Danke, Jungs«, entgegnet mein Ziehvater er­leichtert.

Ich versuche, anhand der Fotos zu erkennen, ob die Kids Gemeinsamkeiten haben. Mit Kindern habe ich sonst nichts zu tun, für mich sieht eines, wie das andere aus.

Es klopft an der Tür des Arbeitszimmers und Ilay kommt herein: »Ich soll euch zum Essen rufen.«

Damit löst sich unsere Runde auf. Nachdenklich folge ich den anderen zum Esszimmer und werfe ei­nen Blick aus dem Panoramafenster in den hinteren Teil des Gartens. Diesen Ausblick gab es früher nicht, das Glas wurde erst nach meinem Auszug eingebaut. Wie der Rest der Anlage, ist die Grünanlage im Hof gepflegt und lädt zum Spazierengehen ein. Mir sticht vor allem der Brunnen, in der Mitte des grünen Ra­sens, ins Auge und ich beschließe, ihn mir später ge­nauer anzusehen. Dass die Sonne untergegangen ist, stört mich nicht weiter, denn als Vampir bin ich in der Lage, bei Dunkelheit zu sehen. Ich höre die Gedanken meiner Kameraden, die in Aufruhr über die Kindes­entführungen sind.

Während die anderen plappernd im Speisezimmer Platz nehmen, fällt mir auf, dass meine leibliche Schwester mit Jasmin im Nebenzimmer sitzt und lacht. Neugierig geselle ich mich zu ihnen. Sofort ent­decke ich das dicke Fotoalbum auf Maries Schoß.

»Ist es das, was ich denke?«, beschwere ich mich beim Hereinkommen.

»Das sind eure Kinderfotos!«, nickt Mutter grin­send.

Marie betrachtet eine Fotografie von drei Kindern. Askan und ich sind auf dem Bild etwa zehn Jahre alt. Wir sitzen im Schneidersitz auf einem Bett und hal­ten gemeinsam ein winziges Bündel von Baby in den Armen, wobei wir um die Wette strahlen.

»Ihr wart so stolz, als Aurora geboren wurde«, lä­chelt Jasmin und streicht mit dem Finger über das Foto.

»Sie war ein schrecklich lautes Baby. Tag und Nacht hat sie uns in den Wahnsinn getrieben!«, er­zähle ich meiner Schwester.

Marie lächelt und Jasmin lacht darüber.

»Später habt ihr euch gegenseitig in den Wahn­sinn getrieben«, fügt sie hinzu und streicht mir über die Wange.

»Ist sie das?« Meine Schwester deutet auf ein Bild, auf der nächsten Seite.

Darauf zu sehen ist ein kleines Mädchen mit zer­zaustem Rotschopf, ihr freches Lächeln mit dem feh­lenden Schneidezahn ist bezaubernd.

Ich bejahe lachend, denn das Foto habe ich noch nie gesehen, Aurora ist mir genau so in Erinnerung geblieben.

»Wo ist sie jetzt? Ich habe sie bei der Begrüßung nicht gesehen.« Neugierig sieht Marie auf.

»Sie geht euch aus dem Weg«, erklärt Jasmin und räuspert sich.

Mir ist sofort klar, dass Aurora dieses Wiederse­hen genauso unangenehm ist, wie mir und an ihrer Stelle würde ich wahrscheinlich ebenfalls versuchen, es so lange wie möglich hinauszuzögern. Marie blickt irritiert zwischen uns hin und her. Sie hat keine Ah­nung. Die kann sie auch nicht haben, denn wir haben uns erst vor einigen Monaten wiedergefunden. Nach dem Mord an unseren leiblichen Eltern wurden wir als Kleinkinder getrennt. Ich habe jahrelang ge­braucht, um sie wiederzufinden. Zwischen uns ist noch vieles ungesagt. Marie und ich sind beide gebo­rene Lichtbringer, dazu ist sie die letzte weibliche ei­ner reinen Blutlinie. Das war der Grund, weshalb die befeindeten Dunkelvampire nach ihrem Leben trach­teten. Ihre Nachkommen sollen einer Vorhersehung nach eine Prophezeiung erfüllen. Ein weiterer Anlass, warum wir alle ihrer Geburt entgegenfiebern. Wäh­rend ich behütet bei Jasmin und Bernard aufgewach­sen bin, hat meine jüngere Schwester die Hölle auf Erden durchlebt, bei ihrer Pflegefamilie. Bis vor kur­zem wusste sie nicht einmal, dass sie eine Lichtbrin­gerin ist. Woher soll sie da die Gepflogenheiten der tradtitionsbewussten Familien kennen? Ich werde nicht drum herum kommen, dieses sensible Thema mit ihr zu besprechen.

»Wieso geht sie uns aus dem Weg?«, fragt Marie an mich gewandt.

Wie soll ich ihr das erklären? Vielleicht ist das nicht meine Aufgabe, Jasmin wird darüber eher Be­scheid wissen. Also wende ich mich an sie: »Ja, wieso?«

»Sie ist jetzt achtzehn«, antwortet die, als wäre das die Antwort auf alles.

Maries Gesichtsausdruck nach, erwartet sie eine Ausführung. Meine Mutter klappt das Fotoalbum zu und steht vom Sofa auf. Sie schiebt es an seinen Platz im Regal und wartet darauf, dass ich die Frage beant­worte.

»Heiratsfähiges Alter«, erkläre ich.

»Sie will heiraten?«, erkundigt Marie sich.

»Nein, das ist ja das Problem. Das ist das Letzte, was sie will.« Jasmin seufzt und streift mich  mit ei­nem entschuldigenden Blick.

»Ich verstehe nicht ganz«, gibt Marie zu.

»Die meisten Lichtbringer-Ehen sind arrangiert. Nachdem in den vergangenen Jahrhunderten immer mehr unseres Volkes davon abgekommen sind und sich Liebesheiraten zugewandt haben, hat das schwerwiegende Folgen mit sich gebracht. Du bist darum die letzte reinrassige Lichtbringerin. Es gibt immer öfter Verbindungen zwischen Menschen und Lichtbringern. Schon in der zweiten oder dritten Ge­neration  sind kaum noch Lichtbringer-Gene vorhan­den. Das heißt, unser Volk stirbt langsam aus. Mein Vater war ein Mensch, deshalb sind weder ich, noch meine Kinder reinrassig. In der nächsten Generation – solange sie unter Lichtbringern gezeugt wird, hebt sich das wieder auf. Viele Eltern unseres Volkes wol­len dem entgegen wirken, indem sie ihre Kinder in arrangierten Ehen zusammenbringen.« Jasmins Er­klärung würde ich nicht besser hinbekommen.

»Das heißt, ihr habt jemanden, mit dem ihr eure Tochter verheiraten möchtet?«, erkundigt Marie sich.

Ich sehe ihr an, dass sie nicht genau weiß, was sie von dieser Sache halten soll.

 »Aurora ist von Geburt an versprochen«, nickt meine Mutter.

»Sie hat noch Zeit«, mische ich mich ein.

Dass Aurora mit achtzehn andere Dinge im Kopf hat, als zu heiraten, kann ich gut nachvollziehen.

Jasmin wuschelt mir das dunkelblonde Haar und ich hoffe, ich sehe beim Essen nicht aus, wie ein zer­zauster Straßenköter.

»Ich weiß, Cedrik. Ich weiß.« Sie küsst mir den Kopf und ich bin froh, heute Morgen meine Haare extra lang shampooniert zu haben.

Dann geht sie ins Esszimmer, da nach ihr gerufen wird. Marie erhebt sich vom Sofa, was sich aufgrund ihres kugelrunden Bauches als umständlich erweist. Ich lache und ziehe sie von dem Sitzpolster hoch.

»Ich verstehe trotzdem nicht, warum Aurora uns aus dem Weg …?« Sie bricht mitten im Satz ab, denn jetzt fällt es ihr wie Schuppen von den Augen.

Ich lächle sie bedrückt an.

»Du sollst ihr Ehemann werden?« Es klingt mehr nach einem Vorwurf, als nach einer Erkundigung.

Ich nicke. In dem Moment wird meiner Schwester einiges klar. Schon oft stand die Frage im Raum, wes­halb ich keine Gefährtin habe. Die Gelegenheiten wa­ren da, aber ich wusste, dass ich ein Versprechen ein­zulösen habe. Aus dem Grund habe ich mich nie fest gebunden.

Marie greift meine Hand und vergewissert sich mit einem Blick durch die offene Tür, ob wir keine Zuschauer haben. Dann fragt sie: »Wird es dich un­glücklich machen?«

Ich stoße einen leisen Seufzer aus. Bisher habe ich erfolgreich verdrängen können, über die Tatsachen nachzudenken. Ich habe mich pflichtbewusst für meine Zukünftige aufgehoben, wie sich die Dinge schließlich entwickeln, das wollte ich mir bislang nicht ausmalen. Meine mangelnde Vorstellungskraft liegt mit daran, dass Aurora in meiner Erinnerung noch immer das kleine Mädchen mit den Zöpfen ist.

»Das weiß ich nicht. Abgesehen davon, dass ich kein guter Partner sein werde…«

Ich kann meine Erklärung nicht weiter ausführen, denn sie unterbricht mich: »Was soll das heißen?«

Ich zucke mit den Schultern und suche nach Wor­ten.

»Es kann keinen Besseren geben, als dich!«, pro­testiert sie.

Ich lächle sie dankbar an und bin froh, wie nahe wir uns in der kurzen Zeit, die wir uns wieder haben, gekommen sind. Dann finde ich endlich die Worte, nach denen ich gesucht habe. »Ich bin ein Krieger. Was für einen Ehemann soll ich abgeben? Wer weiß, was die Zukunft für mich bereit hält? Ich bin in keiner Prophezeiung vermerkt. Ich weiß nicht einmal, ob ich in zwei Jahren noch lebe. Geschweige denn nächste Woche. Es kann einiges passieren. Wie kann ich das einer Frau antun? Diese ewige Sorge, wenn ich unser Heim verlasse, um zu tun was nötig ist? Um gegen diese Kreaturen  zu kämpfen…«

Ein verächtliches Schnauben mischt sich in meine Worte, als ich an die Dunkelvampire denke, die schon viel Unheil angerichtet haben.

Marie lässt die Einwände nicht gelten. »Hör auf, Cedrik. Du wirst ein fantastischer Ehemann sein. Deine Frau wird stolz sein, wenn du heimkehrst. Je­des Mal, wenn du zurück kehrst. Du bist etwas Beson­deres. In zwei Jahren wirst du genauso bei uns sein, wie alle anderen. Prophezeiung oder nicht!«

Ich blicke meiner Schwester kurz in die Augen und wage für den Bruchteil einer Sekunde Hoffnung zu schöpfen. 

»Du wirst jeden einzelnen Deut eines Gefühles in ihr spüren, ohne sie berühren zu müssen. Du wirst in ihrer Seele wohnen. Sie wird dir Kraft geben für jeden Kampf, der vor dir liegt. Den Mut, weiterzumachen und den Willen zurückzukehren. Sie wird alles für dich sein. Die Dunkelvampire werden zur Nebensa­che.« Marie lächelt verträumt und streichelt sacht über ihren Bauch.

»Das klingt so leicht«, gebe ich zu.

»Wenn du es zulässt, wird es das sein.« Sie zieht mich in ihren Arm und drückt mich sanft.

»Hey ihr beiden, beehrt ihr uns zum Abendes­sen?«, ruft Emma aus dem Esszimmer.

Lachend lassen wir voneinander ab und ich forme mit den Lippen ein lautloses »danke«, ehe wir ge­meinsam zu den anderen zurückgehen.

***

Seit Ewigkeiten habe ich nicht mehr so gut geges­sen und herzlich gelacht, wie an diesem Abend. Robin, Angus und Emma patrouillieren in der Nacht die Stadt. Ich werde bei Tagesanbruch mit den restli­chen Lichtbringern die Eltern der verschwundenen Kinder aufsuchen. Bis dahin schwelge ich noch etwas in Erinnerungen. Ich lasse mich im Garten auf dem Rand des Brunnens nieder und blicke in die Sterne. Für November ist es eine milde und klare Nacht. Ich spüre die Kälte ohnehin nicht. Auch wenn ich ein ge­borener Lichtbringer bin, bin ich seit vielen Jahren vor allen Dingen eines – ein Vampir. Vor der Abreise habe ich ausgiebig getrunken, aber ich ahne schon, dass die Mission länger gehen könnte. Ich muss mich bald nach Blutwirten umschauen. Meine Zieheltern können mir da nicht weiterhelfen, denn als Lichtbrin­ger benötigen sie für die Erhaltung ihrer übernatürli­chen Fähigkeiten nur Tierblut. Ich hingegen muss mich vom menschlichen Lebenssaft ernähren. Ich werde mich morgen nach unseren Recherchen in der Gegend umsehen. Die Villa liegt außerhalb der Stadt, da ich hier rauskomme, sollte ich das ausnutzen. Auch wenn das ein Vorwand wäre, das Haus zu ver­lassen, für den Fall, dass es mir hier zu ungemütlich wird. Die Situation ist nicht gerade rosig und dass Aurora sich bis zum späten Abend noch nicht hat bli­cken lassen, lässt auch einen hartgesottenen Kerl wie mich nicht kalt. Seufzend betrachte ich die Sternbil­der. Ich frage mich, ob es die richtige Entscheidung ist, an einem Versprechen festzuhalten, das meine El­tern einst für mich getroffen haben, bevor sie wuss­ten, ob es das Mädchen jemals geben würde. Weder ich, noch Aurora wollen die Verbindung. Im Grunde bin ich nur froh, wenn ich das tun kann, was mir am besten liegt – Vampire jagen, die sich nicht an die Ordnung halten. Mir schwant, dass an dem Ver­schwinden der Kinder Vampire beteiligt sind, obwohl ich nicht genau weiß, was zum Henker sie mit ihnen anstellen sollten. Warum zum Teufel besitzt Aurora nicht einmal den Anstand, sich meiner leiblichen Schwester vorzustellen? Sie wusste doch immer, wie viel es mir bedeutete, sie zu finden. Oder war sie da­mals noch zu jung, um es zu verstehen? Mein Kopf schwirrt, weil ich mich auf nichts konzentrieren kann. Das geht ja schon gut los und dabei sind wir uns noch nicht mal begegnet.

Ein Geräusch reißt mich aus den wechselhaften Gedanken. Erschrocken springe ich vom Brunnen­rand und versuche, mich zu orientieren. Ich kenne die vielen Verstecke des Gartens nicht mehr so gut, wie früher, aber nach einem Augenblick habe ich mir einen Überblick verschafft. Ich sehe den Schweif ih­res roten Haares aufflattern. Sie ist auf die Mauer ge­klettert, die den Innenhof vom Bachufer trennt, und wagemutig die drei Meter in die Tiefe gesprungen. Wow. Als wäre das eine ihrer leichtesten Übungen, richtet sie sich auf und klopft sich den Staub des Ge­mäuers von der Kleidung. Ein seichter Windzug der klaren Abendluft streift sie und trägt ihren Duft zu mir herüber. Rauch, Sonne und Vanille flashen meine Sinne für den Bruchteil einer Sekunde. Mein Körper bewegt sich wie von selbst drauf los, es zieht mich in ihre Richtung.

Sie läuft geduckt über den Kiesweg, als im Erdge­schoss die Lichter des Arbeitszimmers ihres Vaters aufleuchten. Bedacht darauf, unter den Fenstern vor­bei zu huschen, ohne von jemanden gesehen zu wer­den, stößt sie mit dem Fuß gegen einen gusseisernen verschnörkelten Blumenkübel. Der beginnt zwar zu wackeln, kippt aber nicht um. Aurora wispert einen piepsigen Fluch, der mich schmunzeln lässt. Sie dreht sich zu der Pflanze um, als überlegt sie das Ding ei­genhändig umzuschmettern. Dann hört sie ihren Va­ter im Haus mit jemanden sprechen, wobei eines der Fenster geöffnet wird. Sie holt scharf Atem, fährt herum und will sich davonstehlen. Stattdessen prallt sie an meinen Oberkörper. Mit ihrem abrupten Rich­tungswechsel habe ich nicht gerechnet und ich muss mich beeilen, sie festzuhalten, da sie droht von dem Rückprall hinten umzufallen. Ich stütze mit dem Arm ihren Rücken, bis sie ihr Gleichgewicht wiederfindet.

Aurora starrt mich erschrocken und orientie­rungslos an, während ich einen Blick ihres in Licht­schein gehülltes Gesicht erhaschen kann. Ich weiß nicht, wie mir geschieht. Ich hatte nicht vor, mich aus dem Schutz der Dunkelheit zu bewegen und jetzt stehe ich hier vor ihr, so dicht wie es keiner von uns beiden gewollt hat. Grüne Augen mustern meinen starren Gesichtsausdruck. Schmale rote Augen­brauen ziehen sich darüber zusammen und verste­cken in einer Denkfalte winzige Sommersprossen. An ihrem Haargummi, das ihren Pferdeschwanz zusam­menhält, ist eine gelbe Schleife befestigt. Sie lässt sie kindlicher wirken, als sie ist. Ich verschließe meine Aura  vor ihr, so wie sie ihre vor mir verschließt. Ob­wohl ich ihren Fall abgefangen habe, berühre ich sie nicht mehr.

»Cedrik«,  flüstert sie erstaunt, ohne den Blick von meinen Augen abzuwenden.

Ich spüre, ihren süßen Atem auf dem Gesicht, ob­gleich sie einen Kopf kleiner ist, als ich.

»Aurora«, entgegne ich ebenso leise.

Ihre Tasche fällt ihr aus der Hand und landet halb auf meinem Fuß. Ohne mich aus den Augen zu lassen, bückt sie sich und instinktiv mache ich es ebenfalls. Sie hält inne und gestattet mir, die Umhängetasche aufzuheben. Wir verlieren uns keine Sekunde den Augen. Umständlich hebe ich sie hoch und hänge ihr den Trageriemen über die Schulter.

Aurora betrachtet meine Hände an sich, bis sie sich zurückziehen. Sie zwingt sich zu einem Lächeln,  macht einen Schritt rückwärts, dreht sich weg und läuft eilig davon. Ihr Duft umhüllt mich seidenweich und mit einem weiteren Windstoß, ist er fort. Mit ih­rem Geruch verschwindet sie im nächsten Seitenein­gang.

»Aurora …«, wiederhole ich für mich und bemerke das Lächeln auf meinen Lippen. 

Gebannt stehe ich da, starre eine Weile auf den Eingang, durch den sie sich in das Haus geschlichen hat und versuche, mich zu sammeln.

Dann ist es erneut mein Körper, der sich selbstän­dig macht und in Bewegung setzt. Ich folge ihr.  Durch die in Dunkelheit gehüllten Gänge der Villa schleiche ich wie ein Einbrecher ihrem Duft folgend. Ich höre die anderen reden und lachen.

Aurora ist in den ersten Stock gelaufen. Vor ihrer geschlossenen Zimmertür komme ich zum Stehen. Ich überlege anzuklopfen, verwerfe den Gedanken dann aber wieder. Ich weiß nicht, was ich ihr sagen soll. Vielleicht ist es besser, wenn wir uns vorerst von­einander fernhalten. Immerhin bin ich nicht herge­kommen, um ihr einen Antrag zu machen, sondern um die entführten Kinder zu finden.

Der Benachrichtigungston meines Telefons geht los und ich stoße einen lautlosen Fluch aus, während meine Hand in die Hosentasche schnellt, um ihn wegzudrücken. Schon höre ich ihre kleinen Schritte. Ich bin längst weg, als sie ihre Tür öffnet, um einen Blick auf den Flur zu werfen. Ich postiere mich um die nächste Ecke im Verborgenen und lächle wie ein Idiot. Was ist nur los mit mir?

Ende der Leseprobe

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